Archiv für den Monat: Januar 2014

Arduino – was ist das?

Arduino

Wer die Veranstaltungshinweise zum FabLab@CoFab gelesen hat, wird sich eventuell gefragt haben: „What the hell is Arduino?“. Die Antwort ist einfach und schwer zugleich. Einfach, weil man beim „googlen“ feststellt: Arduino ist ein kleiner Mikrocontroller. Schwer im Sinne von schwer zu umreißen – wo fängt man an, wo hört man auf.

 

Im Jahre 2009 war es ein Board, etwa 68 mal 54 mm in der Grundfläche mit einem USB- Anschluss, das man als I/O-Board für den PC verwenden oder als kleine SPS-Steuerung, lediglich mit Strom versorgt, irgend etwas steuern lässt.

Heute ist es eine ganze Familie von Devices, die für verschiedenste Einsatzbereiche optimiert, dem Prinzip der OpenHardware  entsprechen. Das Neueste Mitglied der Familie ist das Arduino Yún (chinesisch für Wolke…) genannte Board, dass die beiden Welten Arduino und Linux vereint und bereits standardmäßig WiFi sprechen kann. Somit ist es prädestiniert für Projekte im Bereich „Internet der Dinge“.


Im Grunde ist Arduino also ein Gefäß, das man beliebig mit „Intelligenz“ füllt. Ich sage ihm in dem ich ihn programmiere: „Du bist jetzt eine LED-Steuerung“ und schließe die zu steuernden LED´s an die entsprechenden Ausgänge, schließe die Stromversorgung an, und los geht es. Oder ich möchte einen Kellerraum auf konstanter Luftfeuchte halten – Feuchtesensor anschließen, PC-Lüfter dran, programmieren und ab. Möchte ich eine Pflanze, die über das WWW nach dem gießenden Gärtner ruft- warum nicht. Oder möchte ich dem Teil Töne entlocken – auch dafür gibt es eine Lösung.

Übrigens! In vielen der beliebten 3D-Drucker schlagen Herzen aus Arduino Boards.

Das Geniale am Arduino ist die Einfachheit, der OpenSource-Status und die große Community. Grenzen setzt lediglich die eigene Phantasie, die eigene Unvollkommenheit (wenn die Idee im Moment größer ist als die Programmier- fortschritte) oder auch der Geldbeutel. Letzteres Problem kann bei ambitionierten Ideen durchaus auftreten, muss aber nicht sein.
Denn ein fast totgeglaubtes Phänomen kommt wieder zur Geltung – das Ausschlachten und Umnutzen vorhandener Technik. Da findet sich plötzlich eine Verwendung für das LCD-Display des kaputten Faxgerätes, der alte Tintenstrahldrucker muss unfreiwillig seine Schrittmotoren hergeben.
Die heutige „Technologieschwemme“ im Haushalt und bei Spielzeugen bietet unendlich viele Quellen für Second-Hand-Bauteile. So kommen selbst die in Fernost fabrizierten Giveaway´s eines großen FastFood- Unternehmens noch zu einer „anständigen“ Arbeit.

FabLabDD@CoFab Titelbild

FabLabDD@CoFab vom 8.-16.2.

Das wandernde FabLab zu Gast im CoWorkingSpace CoFab
Workshops, Talks und Gelegenheit zum Kennenlernen

Eine Woche Programm mit Lasern, Arduino, Löten, 3D-Drucken und vielem mehr.
Zudem wird an der ersten OpenSource Entwicklung des FabLabDD gearbeitet, einem Arduino basierten Münzautomaten. Das Erste von Vielen für Viele!

Vom 8. bis 16. Februar in der 
CoFab Dresden Striesen

(Pohlandstrasse 19 Dresden )

Hier gehts zum Programm

Workpiece: InsertCoin – OpenSource Münzautomat

MAKER MITMACHEN ARBEITSBEREICHE UND VORAUSSETZUNGEN
Steffen GemkovMarcel Wünsche FabLabDD@CoFab – Programmierkenntnisse (Arduino evtl. Raspi)
– Elektrotechnikgrundlagen (messen, berechnen, löten)
– handwerkliches Geschick

Bei InsertCoin handelt es sich um einen Arduino-basierten Zeit bzw. Münzzähler zur Erfassung der Nutzungszeiten z.B. am Lasercutter oder 3D-Drucker. Basis ist ein Arduino zuer MEssung des Stromverbrauchs (induktive Messung). Dies bietet die Möglichkeit zum Kennenlernen der Arduinotechnik, sowie die Funktionsweise des Münzzählers. Letzteres Verbindet schön moderne IT mit alter Technik (“Alten Münzen”). Übergreifende Verbindung von Elektronik, Laser und 3DDrucker z.B. zur Gehäuseherstellung und des etwas anachronistischem Münzeinwurfs. Dies ermöglicht den Projektmitarbeitern das Zusammspiel der Technologiefelder am prkatischen Beispiel zu erleben und gleichzeitig auf eine konkrete Nutzung vor Ort hinzuarbeiten. Unser Ergebnis wird dokumentiert und als OpenSource zur Verfügung gestellt. Sicherlich haben andere FabLabs auch ein Interesse an so einem Gerät.

 

Creative Commons Lizenzvertrag
InsertCoin von Steffen Gemkow ist lizenziert unter einer Creative Commons Namensnennung 4.0 International Lizenz.