Archiv für den Monat: Februar 2014

Schön war’s – FabLab Dresden zu Gast in der CoFab

Aktionen, Workshops, Arduino, 3D gedruckte Roboter – nun ist sie also vorbei, die Zeit in den Räumen der Cofab. Wir haben an diesem Ort nette und interessante Menschen kennen gelernt. Gäste haben FabLab- Luft schnuppern können und wir bekommen langsam eine Ahnung davon wie es sich einmal anfühlen wird wenn unser noch mobiles FabLab eine feste Einrichtung sein wird. Ich habe die Begeisterung junger und „alter“ Menschen erlebt, die begierig darauf sind, etwas Neues zu lernen oder auszuprobieren. Wir haben gesehen, was für eine Dynamik in so ein Projekt kommt wenn einerseits die „richtigen“ Leute aufeinander treffen und wenn eine gewisse kritische Masse erreicht wird. Wir sind sicher noch weit entfernt von einem „Selbstläufer“, doch bekommt die Sache mittlerweile richtig Schwung.

Jung und alt bastelt, probiert und schaut...

Jung und alt bastelt, probiert und schaut…

Das schlägt sich in mehr als 200 Besuchern über diese 9 Tage nieder, davon allein 100 zum Open Lab Day am Sonntag. Der Arduino Open Space hatte etwa 50 Besucher. Steffen als unser Gastgeber ist, wie er selbst sagt redlich geschafft. Er hat uns aber signalisiert, dass er sich sehr freuen würde, wenn zum 6. Arduino OpenSpace im September die CoFab wieder Gastgeber für eine FabLab Station sein dürfte. Darauf freuen wir uns schon jetzt.

Sehr angetan sind wir über weitere Interessenten, die uns angefragt haben ob sie Gastgeber einer FabLab Station werden können. Auch  haben sich während der FabLab Tage einige Leute entschlossen das FabLab Team zu vergrößern – das finden wir richtig gut!

Wenn ich mal einen Claim aus dem „Cluetrain-Manifest“ ganz dreist umschreibe und sage: „FabLabs sind Gespräche“ dann verdeutlicht das recht gut was es bedeutet mit einem Projekt wie dem unseren an die Öffentlichkeit zu gehen – man bekommt Support aus ganz unerwarteter Richtung und Netzwerker reichen Kontakte weiter – ich bin dankbar und gespannt was sich da heraus noch alles ergibt.

Momentan laufen die Planungen für die nächsten Stationen bereits auf Hochtouren. Die Informationen dazu dann demnächst hier an dieser Stelle.

FabLab@CoFab – Erste Halbzeit bereits vorüber!

Arduino Open Space Talk

Arduino Open Space Talk

Wir vom FabLab-Dresden sind nun schon mehr Tage zu Gast bei der CoFab in Dresden-Striesen, als uns noch verbleiben bis wir uns wieder von Steffen und seinem tollen CoworkingSpace verabschieden müssen. Diese Tatsache und der angenehme Gastgeber sind mir Grund genug einen Blogbeitrag über unsere aktuelle FabLab-Station zu verfassen. Bisher hatte ich bereits über Steffen und seinen Space gelesen und hatte im Web mal „hereingeschaut“, aber nachdem wir ihn im Dezember persönlich kennengelernt haben und er uns angeboten hat, seine Räume für eine der Stationen des mobilen FabLabs 2014 zur Verfügung zu stellen, da war ich nur noch neugierig.

Besonders gefreut habe ich mich über eine Einladung zum Open Arduino Space am Samstag, zu dem ich dann leider nur noch im letzten Drittel hinzustoßen konnte. Wenn ich so auch nicht mehr viel vom Programm mitbekommen habe – die kurze Zeit war sehr informativ und von einer tollen Stimmung geprägt.

Weiter möchte ich an dieser Stelle nicht auf diese Veranstaltung eingehen, da bereits an anderer Stelle speziell darüber gebloggt wurde. Nach diesem Open Space folgten die Kurse von Sonntag an Schlag auf Schlag. Vom Illustrator Kurs am Montag berichtete ich ja bereits. 3D-DruckerNun folgten Kurse für den 3D-Druck, SketchUp, Laser im täglichen Doppel. Steffen wird morgen einen Einsteiger Kurs Löten abhalten, der unsere technologielastigen Angebote mit grundlegenden Fähigkeiten untermauert. Das Thema klingt trivial – ist es aber nicht. Richtig löten will beherrscht sein. Da geht es nicht nur darum, welches Ende des Lötkolben das Gefährliche ist, sondern auch darum schnell und effizient zu löten, ohne die zum Teil empfindlichen Bauteile zu „grillen“. Außerdem wird er zeigen, dass Löten kein Hexenwerk ist und selbst Kinder dies bei richtiger Anleitung beherrschen können. Mir ist es in diesem Zusammenhang besonders wichtig den Blick mehr darauf zu richten, dass in der heutigen Zeit die Gefahr besteht, dass in der Gesellschaft althergebrachte Grundfertigkeiten verloren gehen, da sie angesichts von schwarz oder silbern glänzenden handschmeichelnden Smartphones scheinbar obsolet sind. Dem ist aber nicht so! Solche Fertigkeiten zu beherrschen, stellt einerseits ein Kulturgut dar, andererseits erweitern entsprechende Kenntnisse den eigenen Horizont erheblich. Nicht zuletzt können sie viel Spaß machen wenn ein selbst ersonnenes Objekt „zum Leben erwacht“. Aber Schluss mit der Ode ans Löten – die Woche geht weiter und das Programm ebenso!

Für jene, die des Lötens mächtig sind und die eine Herausforderung suchen bietet Steffen Gemkow Samstag, den 15.Februar einen Tagesworkshop Build Your Own Teabot an.

Am Sonntag ist wieder Open Lab Day – also ALLE sind willkommen Technik zu schauen, eventuell auszuprobieren oder einfach den eben beschriebenen Geist zu schnuppern.

Wir freuen uns auf Euch!

Synapsenfeuerwerk Illustrator-Einstiegskurs

Da haben wir gestern also knapp vier Stunden lediglich an der Oberfläche von Adobe Illustrator gekratzt und doch hat man noch einen Tag später beinahe das Gefühl, dass der Kopf platzt. Ich mag mich nicht beschweren – ich wollte es ja so.

Aber mal ganz im Ernst: „Auch wenn es heftig viel Input für die paar Stunden war – Paul hat einen tollen Job gemacht!“ Er hat locker, doch unglaublich versiert einen ersten Einblick in die wichtigsten Funktionen gegeben und sich da sehr an den aus Anwendersicht wichtigen Punkten orientiert. Mit seiner 10-jähriger Erfahrung mit Illustrator konnte er den Focus auf Dinge legen, die in der Praxis besonders hilfreich sind oder gern zu Stolperfallen werden.

Sympathisch war auch seine Aussage, dass er erst nach Jahren der intensiven Auseinandersetzung mit dem Programm auf eine spezielle Auswahlfunktion hingewiesen wurde, die er sich schon immer gewünscht, doch nie gefunden hatte. Dies zeigt recht gut wie komplex Illustrator ist. Wenn selbst Profis nicht alle Funktionen praktizieren, bekommt man eine Vorstellung, wie man als blutiger Anfänger das Gefühl hat, vor einer unüberwindlichen Wand zu stehen. Im Selbststudium ging es mir bisher jedenfalls so.

Nun nach diesen inhaltsreichen Abendstunden bin ich zwar immer noch am Anfang, doch ist da nicht mehr das Gefühl von Hilflosigkeit, nicht mehr die ewige Suche nach Funktionen und Einstellungen. Wenn auch die sehr hilfreichen Tastenkombinationen für schnellen Zugriff auf die Funktionen manche Finger-Akrobatik erfordern, schleicht sich so langsam ein „Tschaka- Gefühl“ ein.

Paul wir danken Dir! Es war ein toller Workshopabend.

Am Rande haben wir auch noch Verbesserungspotential für den Laser ermitteln können. Wir haben erneut festgestellt, dass für akzeptable Ergebnisse bei der Acrylbearbeitung der Wabentisch nicht optimal ist und wir unbedingt einen Pin-Tisch anfertigen müssen, bei dem das Lasergut zum Einen hoch genug über dem Untergrund und gleichzeitig sicher genug unterstützt zu liegen kommt.

Wir haben also noch so einiges vor uns, bis alles reibungslos funktioniert. Wenngleich es Einschränkungen wie diese noch gibt, sind bereits tolle Laser- Arbeiten zu sehen.

Am 14. Februar ist Valentinstag!

Mit einem Apfel hatten Adam und Eva dem Vernehmen nach einst ein existenzielles Apfel_ValentineProblem, in unserem Falle nutzten wir ihn einfach mal als Leinwand, als Leinwand für einen netten Valentinsgruß. In Anbetracht dessen, dass der Kommerz dieses Datum mittlerweile fest im Griff zu haben scheint, kann man auf diesem vergänglichen aber echten Objekt selbst auch mal romantische Botschaften platzieren. Der Fantasie sind hier keine Grenzen gesetzt. Lediglich die Größe des Apfels ist von Natur aus limitiert.

Wem die Fläche einfach zu klein erscheint, der kann auch gern mal Zucker auf einer flachen Unterlage verteilen und darin Vektorgrafiken schmelzen.

Wem das jedoch nicht nerdig genug ist, der sollte zum Beispiel mit einem sehr speziellen Objekt im 3D-Druck aufwarten, einem in Getriebeform gedrucktem Herz, dass voll beweglich ist. Damit kann der Tech- Freak ausdrücken, für wen sein Herz schlägt dreht!  Wie Ihr seht muss High Tech keine knochentrockene spaßfreie Zone sein. Man muss nur Ideen haben. Dies trifft auch für ganz seriöse Vorhaben zu. Aber davon demnächst mehr.

Wer also in den nächsten Tagen beim mobilen FabLabDD in der Cofab aufschlägt, darf gern seine kreativen oder nerdigen Ideen mitbringen und vor Ort ausprobieren. Denn wie heißt es so schön: „Versuch macht kluch!“.

PS: Wir haben auch ganz klassische Kleinigkeiten zum „Beschriften“ vorrätig!