Archiv für den Autor: Thomas Mende

FabLabDD – alles-außer-gewöhnlich!

596846_web_R_B_by_GabiS_pixelio.deWie wir wissen, sind FabLabs vor allem Orte zum High-Tech-Geräte und Wissen teilen. Sie können aber aber noch etwas sein – außergewöhnlich! Ein Beispiel dazu möchten wir Euch im neuen Monat bieten. Wir wurden von der Fa. Schröder Systeme eingeladen, am 13. und am 25. März ab 18 Uhr mit Ihnen eine Business-Lounge im „Glücksgas- Stadion“ zu bevölkern. Zunächst testen wir den Ort mit unseren 3D-Druckern und Workshops. Vielleicht wird im „Fussball-WM“ Jahr ja noch mehr daraus… Wir bleiben gespannt  – und ihr mit Ideen hoffentlich dabei!?

Hier gehts zum Workshopangebot.

Nicht ausdruckbar und auch nicht unbedingt für den Laser geeignet…

ist dieses Projekt:     Hermithouses

hermithousesEs ist ein, sowohl komplett für DIY als auch teilweise vorgefertigt realisierbares Minimal- Haus, welches ingenieurtechnisch wie auch architektonisch überzeugen kann. Du kannst es online konfigurieren, und gegen eine kleine Summe deiner Wahl (ich habe sie testweise auch for free erlangt) stehen die Pläne danach zum Download bereit. Ich finde die Idee ausgesprochen gut! Ob eine trendig designte „Kemenate“ für Stunden zu zweit, eine Grillhütte für Freunde inmitten einer Streuobstwiese oder einen coolen Messestand – alles ist denkbar. Einigermaßen erschwinglich sollte das Ganze auch sein, wenn ich mir so die Bauteile und Gerätschaften anschaue, welche notwendig sind. Ich habe ein Bauwerk mit den im Generator möglichen Maximal-Maßen ausprobiert und komme mit geschätzten Materialpreisen, jedoch ohne Kosten für Punkt-Fundamente, Türen und Beschlägen etc. auf ca. 6116 €. Das sind Baukosten von ca. 282 € pro m² ! Das sind weit unter einem Drittel üblicher Baukosten. Natürlich muss man beachten, dass dies ein DIY- Projekt ist und man die drei Tage Arbeit, die für den Aufbau etwa nötig sind in die Kalkulation mit einrechnen muss!

Alles in allem empfinde ich diese Idee sowohl vom gestalterischen Ansatz, als auch von der Kostenseite und der bauphysikalischen Umsetzung recht bemerkenswert.

Was natürlich unsere Baubehörden dazu sagen werden? Wer weiß….?!

PS: Das wäre auch ein sehr ungewöhnlicher Ort für einen Mini- Makerspace!

 

FabLab@CoFab – Erste Halbzeit bereits vorüber!

Arduino Open Space Talk

Arduino Open Space Talk

Wir vom FabLab-Dresden sind nun schon mehr Tage zu Gast bei der CoFab in Dresden-Striesen, als uns noch verbleiben bis wir uns wieder von Steffen und seinem tollen CoworkingSpace verabschieden müssen. Diese Tatsache und der angenehme Gastgeber sind mir Grund genug einen Blogbeitrag über unsere aktuelle FabLab-Station zu verfassen. Bisher hatte ich bereits über Steffen und seinen Space gelesen und hatte im Web mal „hereingeschaut“, aber nachdem wir ihn im Dezember persönlich kennengelernt haben und er uns angeboten hat, seine Räume für eine der Stationen des mobilen FabLabs 2014 zur Verfügung zu stellen, da war ich nur noch neugierig.

Besonders gefreut habe ich mich über eine Einladung zum Open Arduino Space am Samstag, zu dem ich dann leider nur noch im letzten Drittel hinzustoßen konnte. Wenn ich so auch nicht mehr viel vom Programm mitbekommen habe – die kurze Zeit war sehr informativ und von einer tollen Stimmung geprägt.

Weiter möchte ich an dieser Stelle nicht auf diese Veranstaltung eingehen, da bereits an anderer Stelle speziell darüber gebloggt wurde. Nach diesem Open Space folgten die Kurse von Sonntag an Schlag auf Schlag. Vom Illustrator Kurs am Montag berichtete ich ja bereits. 3D-DruckerNun folgten Kurse für den 3D-Druck, SketchUp, Laser im täglichen Doppel. Steffen wird morgen einen Einsteiger Kurs Löten abhalten, der unsere technologielastigen Angebote mit grundlegenden Fähigkeiten untermauert. Das Thema klingt trivial – ist es aber nicht. Richtig löten will beherrscht sein. Da geht es nicht nur darum, welches Ende des Lötkolben das Gefährliche ist, sondern auch darum schnell und effizient zu löten, ohne die zum Teil empfindlichen Bauteile zu „grillen“. Außerdem wird er zeigen, dass Löten kein Hexenwerk ist und selbst Kinder dies bei richtiger Anleitung beherrschen können. Mir ist es in diesem Zusammenhang besonders wichtig den Blick mehr darauf zu richten, dass in der heutigen Zeit die Gefahr besteht, dass in der Gesellschaft althergebrachte Grundfertigkeiten verloren gehen, da sie angesichts von schwarz oder silbern glänzenden handschmeichelnden Smartphones scheinbar obsolet sind. Dem ist aber nicht so! Solche Fertigkeiten zu beherrschen, stellt einerseits ein Kulturgut dar, andererseits erweitern entsprechende Kenntnisse den eigenen Horizont erheblich. Nicht zuletzt können sie viel Spaß machen wenn ein selbst ersonnenes Objekt „zum Leben erwacht“. Aber Schluss mit der Ode ans Löten – die Woche geht weiter und das Programm ebenso!

Für jene, die des Lötens mächtig sind und die eine Herausforderung suchen bietet Steffen Gemkow Samstag, den 15.Februar einen Tagesworkshop Build Your Own Teabot an.

Am Sonntag ist wieder Open Lab Day – also ALLE sind willkommen Technik zu schauen, eventuell auszuprobieren oder einfach den eben beschriebenen Geist zu schnuppern.

Wir freuen uns auf Euch!

Synapsenfeuerwerk Illustrator-Einstiegskurs

Da haben wir gestern also knapp vier Stunden lediglich an der Oberfläche von Adobe Illustrator gekratzt und doch hat man noch einen Tag später beinahe das Gefühl, dass der Kopf platzt. Ich mag mich nicht beschweren – ich wollte es ja so.

Aber mal ganz im Ernst: „Auch wenn es heftig viel Input für die paar Stunden war – Paul hat einen tollen Job gemacht!“ Er hat locker, doch unglaublich versiert einen ersten Einblick in die wichtigsten Funktionen gegeben und sich da sehr an den aus Anwendersicht wichtigen Punkten orientiert. Mit seiner 10-jähriger Erfahrung mit Illustrator konnte er den Focus auf Dinge legen, die in der Praxis besonders hilfreich sind oder gern zu Stolperfallen werden.

Sympathisch war auch seine Aussage, dass er erst nach Jahren der intensiven Auseinandersetzung mit dem Programm auf eine spezielle Auswahlfunktion hingewiesen wurde, die er sich schon immer gewünscht, doch nie gefunden hatte. Dies zeigt recht gut wie komplex Illustrator ist. Wenn selbst Profis nicht alle Funktionen praktizieren, bekommt man eine Vorstellung, wie man als blutiger Anfänger das Gefühl hat, vor einer unüberwindlichen Wand zu stehen. Im Selbststudium ging es mir bisher jedenfalls so.

Nun nach diesen inhaltsreichen Abendstunden bin ich zwar immer noch am Anfang, doch ist da nicht mehr das Gefühl von Hilflosigkeit, nicht mehr die ewige Suche nach Funktionen und Einstellungen. Wenn auch die sehr hilfreichen Tastenkombinationen für schnellen Zugriff auf die Funktionen manche Finger-Akrobatik erfordern, schleicht sich so langsam ein „Tschaka- Gefühl“ ein.

Paul wir danken Dir! Es war ein toller Workshopabend.

Am Rande haben wir auch noch Verbesserungspotential für den Laser ermitteln können. Wir haben erneut festgestellt, dass für akzeptable Ergebnisse bei der Acrylbearbeitung der Wabentisch nicht optimal ist und wir unbedingt einen Pin-Tisch anfertigen müssen, bei dem das Lasergut zum Einen hoch genug über dem Untergrund und gleichzeitig sicher genug unterstützt zu liegen kommt.

Wir haben also noch so einiges vor uns, bis alles reibungslos funktioniert. Wenngleich es Einschränkungen wie diese noch gibt, sind bereits tolle Laser- Arbeiten zu sehen.

Am 14. Februar ist Valentinstag!

Mit einem Apfel hatten Adam und Eva dem Vernehmen nach einst ein existenzielles Apfel_ValentineProblem, in unserem Falle nutzten wir ihn einfach mal als Leinwand, als Leinwand für einen netten Valentinsgruß. In Anbetracht dessen, dass der Kommerz dieses Datum mittlerweile fest im Griff zu haben scheint, kann man auf diesem vergänglichen aber echten Objekt selbst auch mal romantische Botschaften platzieren. Der Fantasie sind hier keine Grenzen gesetzt. Lediglich die Größe des Apfels ist von Natur aus limitiert.

Wem die Fläche einfach zu klein erscheint, der kann auch gern mal Zucker auf einer flachen Unterlage verteilen und darin Vektorgrafiken schmelzen.

Wem das jedoch nicht nerdig genug ist, der sollte zum Beispiel mit einem sehr speziellen Objekt im 3D-Druck aufwarten, einem in Getriebeform gedrucktem Herz, dass voll beweglich ist. Damit kann der Tech- Freak ausdrücken, für wen sein Herz schlägt dreht!  Wie Ihr seht muss High Tech keine knochentrockene spaßfreie Zone sein. Man muss nur Ideen haben. Dies trifft auch für ganz seriöse Vorhaben zu. Aber davon demnächst mehr.

Wer also in den nächsten Tagen beim mobilen FabLabDD in der Cofab aufschlägt, darf gern seine kreativen oder nerdigen Ideen mitbringen und vor Ort ausprobieren. Denn wie heißt es so schön: „Versuch macht kluch!“.

PS: Wir haben auch ganz klassische Kleinigkeiten zum „Beschriften“ vorrätig!

Arduino – was ist das?

Arduino

Wer die Veranstaltungshinweise zum FabLab@CoFab gelesen hat, wird sich eventuell gefragt haben: „What the hell is Arduino?“. Die Antwort ist einfach und schwer zugleich. Einfach, weil man beim „googlen“ feststellt: Arduino ist ein kleiner Mikrocontroller. Schwer im Sinne von schwer zu umreißen – wo fängt man an, wo hört man auf.

 

Im Jahre 2009 war es ein Board, etwa 68 mal 54 mm in der Grundfläche mit einem USB- Anschluss, das man als I/O-Board für den PC verwenden oder als kleine SPS-Steuerung, lediglich mit Strom versorgt, irgend etwas steuern lässt.

Heute ist es eine ganze Familie von Devices, die für verschiedenste Einsatzbereiche optimiert, dem Prinzip der OpenHardware  entsprechen. Das Neueste Mitglied der Familie ist das Arduino Yún (chinesisch für Wolke…) genannte Board, dass die beiden Welten Arduino und Linux vereint und bereits standardmäßig WiFi sprechen kann. Somit ist es prädestiniert für Projekte im Bereich „Internet der Dinge“.


Im Grunde ist Arduino also ein Gefäß, das man beliebig mit „Intelligenz“ füllt. Ich sage ihm in dem ich ihn programmiere: „Du bist jetzt eine LED-Steuerung“ und schließe die zu steuernden LED´s an die entsprechenden Ausgänge, schließe die Stromversorgung an, und los geht es. Oder ich möchte einen Kellerraum auf konstanter Luftfeuchte halten – Feuchtesensor anschließen, PC-Lüfter dran, programmieren und ab. Möchte ich eine Pflanze, die über das WWW nach dem gießenden Gärtner ruft- warum nicht. Oder möchte ich dem Teil Töne entlocken – auch dafür gibt es eine Lösung.

Übrigens! In vielen der beliebten 3D-Drucker schlagen Herzen aus Arduino Boards.

Das Geniale am Arduino ist die Einfachheit, der OpenSource-Status und die große Community. Grenzen setzt lediglich die eigene Phantasie, die eigene Unvollkommenheit (wenn die Idee im Moment größer ist als die Programmier- fortschritte) oder auch der Geldbeutel. Letzteres Problem kann bei ambitionierten Ideen durchaus auftreten, muss aber nicht sein.
Denn ein fast totgeglaubtes Phänomen kommt wieder zur Geltung – das Ausschlachten und Umnutzen vorhandener Technik. Da findet sich plötzlich eine Verwendung für das LCD-Display des kaputten Faxgerätes, der alte Tintenstrahldrucker muss unfreiwillig seine Schrittmotoren hergeben.
Die heutige „Technologieschwemme“ im Haushalt und bei Spielzeugen bietet unendlich viele Quellen für Second-Hand-Bauteile. So kommen selbst die in Fernost fabrizierten Giveaway´s eines großen FastFood- Unternehmens noch zu einer „anständigen“ Arbeit.