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FabLab@CoFab – Erste Halbzeit bereits vorüber!

Arduino Open Space Talk

Arduino Open Space Talk

Wir vom FabLab-Dresden sind nun schon mehr Tage zu Gast bei der CoFab in Dresden-Striesen, als uns noch verbleiben bis wir uns wieder von Steffen und seinem tollen CoworkingSpace verabschieden müssen. Diese Tatsache und der angenehme Gastgeber sind mir Grund genug einen Blogbeitrag über unsere aktuelle FabLab-Station zu verfassen. Bisher hatte ich bereits über Steffen und seinen Space gelesen und hatte im Web mal „hereingeschaut“, aber nachdem wir ihn im Dezember persönlich kennengelernt haben und er uns angeboten hat, seine Räume für eine der Stationen des mobilen FabLabs 2014 zur Verfügung zu stellen, da war ich nur noch neugierig.

Besonders gefreut habe ich mich über eine Einladung zum Open Arduino Space am Samstag, zu dem ich dann leider nur noch im letzten Drittel hinzustoßen konnte. Wenn ich so auch nicht mehr viel vom Programm mitbekommen habe – die kurze Zeit war sehr informativ und von einer tollen Stimmung geprägt.

Weiter möchte ich an dieser Stelle nicht auf diese Veranstaltung eingehen, da bereits an anderer Stelle speziell darüber gebloggt wurde. Nach diesem Open Space folgten die Kurse von Sonntag an Schlag auf Schlag. Vom Illustrator Kurs am Montag berichtete ich ja bereits. 3D-DruckerNun folgten Kurse für den 3D-Druck, SketchUp, Laser im täglichen Doppel. Steffen wird morgen einen Einsteiger Kurs Löten abhalten, der unsere technologielastigen Angebote mit grundlegenden Fähigkeiten untermauert. Das Thema klingt trivial – ist es aber nicht. Richtig löten will beherrscht sein. Da geht es nicht nur darum, welches Ende des Lötkolben das Gefährliche ist, sondern auch darum schnell und effizient zu löten, ohne die zum Teil empfindlichen Bauteile zu „grillen“. Außerdem wird er zeigen, dass Löten kein Hexenwerk ist und selbst Kinder dies bei richtiger Anleitung beherrschen können. Mir ist es in diesem Zusammenhang besonders wichtig den Blick mehr darauf zu richten, dass in der heutigen Zeit die Gefahr besteht, dass in der Gesellschaft althergebrachte Grundfertigkeiten verloren gehen, da sie angesichts von schwarz oder silbern glänzenden handschmeichelnden Smartphones scheinbar obsolet sind. Dem ist aber nicht so! Solche Fertigkeiten zu beherrschen, stellt einerseits ein Kulturgut dar, andererseits erweitern entsprechende Kenntnisse den eigenen Horizont erheblich. Nicht zuletzt können sie viel Spaß machen wenn ein selbst ersonnenes Objekt „zum Leben erwacht“. Aber Schluss mit der Ode ans Löten – die Woche geht weiter und das Programm ebenso!

Für jene, die des Lötens mächtig sind und die eine Herausforderung suchen bietet Steffen Gemkow Samstag, den 15.Februar einen Tagesworkshop Build Your Own Teabot an.

Am Sonntag ist wieder Open Lab Day – also ALLE sind willkommen Technik zu schauen, eventuell auszuprobieren oder einfach den eben beschriebenen Geist zu schnuppern.

Wir freuen uns auf Euch!

Arduino – was ist das?

Arduino

Wer die Veranstaltungshinweise zum FabLab@CoFab gelesen hat, wird sich eventuell gefragt haben: „What the hell is Arduino?“. Die Antwort ist einfach und schwer zugleich. Einfach, weil man beim „googlen“ feststellt: Arduino ist ein kleiner Mikrocontroller. Schwer im Sinne von schwer zu umreißen – wo fängt man an, wo hört man auf.

 

Im Jahre 2009 war es ein Board, etwa 68 mal 54 mm in der Grundfläche mit einem USB- Anschluss, das man als I/O-Board für den PC verwenden oder als kleine SPS-Steuerung, lediglich mit Strom versorgt, irgend etwas steuern lässt.

Heute ist es eine ganze Familie von Devices, die für verschiedenste Einsatzbereiche optimiert, dem Prinzip der OpenHardware  entsprechen. Das Neueste Mitglied der Familie ist das Arduino Yún (chinesisch für Wolke…) genannte Board, dass die beiden Welten Arduino und Linux vereint und bereits standardmäßig WiFi sprechen kann. Somit ist es prädestiniert für Projekte im Bereich „Internet der Dinge“.


Im Grunde ist Arduino also ein Gefäß, das man beliebig mit „Intelligenz“ füllt. Ich sage ihm in dem ich ihn programmiere: „Du bist jetzt eine LED-Steuerung“ und schließe die zu steuernden LED´s an die entsprechenden Ausgänge, schließe die Stromversorgung an, und los geht es. Oder ich möchte einen Kellerraum auf konstanter Luftfeuchte halten – Feuchtesensor anschließen, PC-Lüfter dran, programmieren und ab. Möchte ich eine Pflanze, die über das WWW nach dem gießenden Gärtner ruft- warum nicht. Oder möchte ich dem Teil Töne entlocken – auch dafür gibt es eine Lösung.

Übrigens! In vielen der beliebten 3D-Drucker schlagen Herzen aus Arduino Boards.

Das Geniale am Arduino ist die Einfachheit, der OpenSource-Status und die große Community. Grenzen setzt lediglich die eigene Phantasie, die eigene Unvollkommenheit (wenn die Idee im Moment größer ist als die Programmier- fortschritte) oder auch der Geldbeutel. Letzteres Problem kann bei ambitionierten Ideen durchaus auftreten, muss aber nicht sein.
Denn ein fast totgeglaubtes Phänomen kommt wieder zur Geltung – das Ausschlachten und Umnutzen vorhandener Technik. Da findet sich plötzlich eine Verwendung für das LCD-Display des kaputten Faxgerätes, der alte Tintenstrahldrucker muss unfreiwillig seine Schrittmotoren hergeben.
Die heutige „Technologieschwemme“ im Haushalt und bei Spielzeugen bietet unendlich viele Quellen für Second-Hand-Bauteile. So kommen selbst die in Fernost fabrizierten Giveaway´s eines großen FastFood- Unternehmens noch zu einer „anständigen“ Arbeit.